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Demenz

„Obwohl ich vor Sekunden den Entschluss fasste aus dem Schlafzimmerschrank ein Kleidungsstück zu holen, weiß ich plötzlich nicht, was ich wollte. Sind das erste Anzeichen von Alzheimer?“ Diese und ähnliche Fragen werden oft gestellt. Jeder Besorgte kann sich beruhigen. Eine Demenz zeigt sich so nicht.

Wenn Sie allerdings nicht mehr wüssten, welche Funktion ein Schrank hat, wenn sie mit dem Schlüssel am Schlüsselbund nichts anzufangen wüssten, wenn sie sich an bekannten Orten verliefen, könnte dies bedenklich sein. Sie dürfen dann nicht lange zögern. Ihr Hausarzt ist in jedem Fall der erste kompetente Ansprechpartner.

 

Sollten Ehepartner, Kinder, Arbeitskollegen oder Bekannte solche Ereignisse bemerken, dürfen diese nicht unbeachtet bleiben oder gar als Grund zum Schmunzeln aufgefasst werden.

 

Weiterführende fachärztliche Untersuchungen sind sehr wichtig. Leider sind die Ursachen der Entstehung der Krankheit weitestgehend ungeklärt. Medikamentöse oder chirurgische Behandlungen, die zur Heilung führen, gibt es nicht.

 

„Demenz“ beschreibt eine Sammlung von Symptomen. Diese können verschiedenste Ursachen haben. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste.

 

Das bekannteste Demenz-Symptom ist die Verschlechterung der Gedächtnisleistung, hierbei ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis eingeschränkt. Auch die Sprache kann, z.B. in Form von Wortfindungsstörungen oder Benennstörungen, beeinträchtigt sein. Des Weiteren kommt es zu Störungen der Konzentrationsfähigkeit und der Orientierung, sowohl örtlich als auch zeitlich. Komplexe Zusammenhänge werden nicht mehr erkannt, wodurch Planen und Organisieren mit der Zeit für einen Dementen unmöglich wird. Außerdem wird die Fähigkeit, sich mitzuteilen, zunehmend vermindert.

 

Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verschlechtern sich die kognitiven Fähigkeiten und die Verhaltensweisen und Persönlichkeit verändern sich zunehmend, auch psychische Symptome, wie Depression, Angst oder Halluzinationen können hinzukommen.

 

Durch diese Symptome sind Alltagstätigkeiten anfangs leicht, im späteren Krankheitsverlauf zunehmend, bis hin zum völligen Verlust der Selbstständigkeit, eingeschränkt.


 

Es gibt unterschiedliche Ursachen und Formen der Demenz.

 

Die meisten Demenzen (ca. 80%) werden durch Erkrankungen des Gehirns (neurodegenerative Erkrankungen) verursacht.

 

Die häufigsten Demenzformen sind:

Demenz vom Alzheimer-Typ

 

Frontotemporale Demenz

 

Vaskuläre Demenz

 

Lewy-Körper-Demenz

 

Demenz bei Morbus Parkinson

 

Darüber hinaus gibt es auch andere, teilweise behebbare, Ursachen für Demenzen.

 

In Frage kommen hier u.a.:

neurologische Erkrankungen (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Korsakow-Syndrom)

 

Stoffwechselkrankheiten

 

Infektionen

 

Tumore

 

Blutungen

 

Vitamin- und Hormonmangel

 

Abflussbehinderungen des Hirnwassers

 

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