Alzheimer Gesellschaft erhält den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe
Gestern erhielt die Alzheimer Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. für Ihr Projekt „Demenz trifft Kunst“ den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe. Der Hertie-Preis wird seit über 30 Jahren an Menschen und Initiativen vergeben, die sich für Menschen einsetzen – ein Engagement, was berührt, welches das gesellschaftliche Miteinander stärkt und Veränderungen im Leben erkrankter Mitmenschen und deren Angehörigen bewirkt. Hierbei stehen Multiple Sklerose und weitere neurologische Erkrankungen im Mittelpunkt.
"Mit dem Projekt ,Demenz trifft Kunst' schafft die Alzheimer Gesellschaft Sachsen-Anhalt Räume, in denen Menschen mit Demenz ihre Fähigkeiten und ihre Kreativität sichtbar machen können", erläutert Dr. Eva Koch, Leiterin der Multiple Sklerose-Projekte der Hertie-Stiftung, in ihrer Laudatio. "Die Jury hat besonders überzeugt, wie Kunst hier Begegnung, Teilhabe und Lebensfreude ermöglicht und zugleich das gesellschaftliche Bild von Demenz erweitert".
Das Projekt bietet vielfältige künstlerische Angebote - von Malerei, kreativem Schreiben, Literaturveranstaltungen, Musik bis hin zu einer Fototour durch den Magdeburger Zoo. Öffentliche Ausstellungen machen die kreativen Ergebnisse sichtbar und setzen ein Zeichen gegen Vorurteile und Ausgrenzung. Mit dem Hertie-Preis zeichnet die Jury dieses Engagement für eine inklusive Gesellschaft aus.
Die Preisverleihung fand am gestrigen Welt-Alzheimertag im Rahmen einer generationsübergreifenden Kunstaktion mit der Diesdorfer Kita Martin-Stift statt. Zu Beginn wurde gemeinsam das Magdeburger Lied gesungen. Danach konnten die Gäste und Kita-Kinder an verschiedenen Kunststationen ihre Kreativität zeigen und künstlerisch tätig werden – ein kunterbunter Vormittag voller Lebensfreude.







